Foezullah Talukder, Leiter der Klimaabtteilung der Christian Commision for Development in Bangladesch (CCDB), Partner von Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe, berichtet über die Lage in Bangladesch:

  • addDie Lage vor Ort

    Die Folgen des weltweiten Klimawandels bekommen die Menschen in Bangladesh tagtäglich zu spüren. Durch den Anstieg des Meeresspiegels wird hier bei Hochwasser alles mit Salzwasser überflutet. Deshalb sind sowohl der Boden als auch die Wasservorräte sehr salzhaltig. Hinzu kommen Wirbelstürme und Naturkatastrophen.

  • addFolgen des Klimawandels vor Ort

    Aufgrund dieser schwierigen Voraussetzungen werden die Verdienstmöglichkeiten für die Menschen von Tag zu Tag geringer. Die Folge ist, dass sie unter Armut leiden und oft nicht genug zu essen haben.
    Wir rechnen damit, dass die negativen Auswirkungen des Klimas auf die Landwirtschaft bereits in wenigen Jahren zu ernsthafter Lebensmittelknappheit führen werden. Der Trinkwassermangel, ausgelöst durch Trockenheit und Versalzung, ist in einigen Regionen jetzt schon sehr problematisch.

  • addForderungen aus Bangladesch

    Der CO2-Ausstoß von Bangladesch ist sehr gering. Aber wir leiden am meisten unter der globalen Erwärmung. Wir fordern, dass die globale Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius begrenzt wird.

  • addProjekt von CCDB: Klimaresiliente Dörfer schaffen Zukunft

    CCDB, der Leuchtturmpartner der Diakonie Katastrophenhilfe und von Brot für die Welt, entwickelt gemeinsam mit der betroffenen Bevölkerung Community Climate Resilience Centre (CCRC), individuelle Programme zur Stärkung der Resilienz der dörflichen Gemeinschaften. An einem solchen klimaresilienten Dorf beteiligen sich Menschen verschiedener Berufe und sozialer Schichten, um die Herausforderungen des Klimawandels zu diskutieren, praktische Lösungen für die langfristige Anpassung und zur Katastrophenvorsorge zu entwickeln. Durch den Austausch von Erfahrungen sollen die Modelldörfer auch Signalwirkung für andere Dörfer und durch Kampagnen- und Lobbyarbeit sogar auf nationaler Ebene haben.
    In insgesamt dreizehn Dörfern funktioniert das bereits mit Erfolg: In Vamia errichteten Männer und Frauen eine Entsalzungsanlage, die Wasser nach dem Prinzip der umgekehrten Umkehrosmose aufbereitet: Durch Druck wird im Wasser gelöstes Salz entfernt. Diese Art der Wasseraufbereitung ist dann nötig, wenn wie in Vamia das Wasser aus den Brunnen zu stark versalzen ist, um es für den Haushalt und insbesondere als Trinkwasser nutzen zu können.

 
Foezullah Talukder, Christian Commission for Development in Bangladesh (CCDB)

Foezullah Talukder, Christian Commission for Development in Bangladesh (CCDB) Foto: Frank Schultze/ Brot für die Welt

 

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Die Bilder zeigen einige Eindrücke vor Ort: