Im äthiopischen Hochland lässt der Klimawandel die Regenzeiten für die Bauern zunehmend zur Glückssache werden. Mal fällt der Regen ganz aus, mal kommt er später als erwartet oder hört viel zu früh wieder auf. Dann wieder bricht Frost herein und macht ganze Ernten zunichte. Anpassung an den Klimawandel ist für die lokale Bevölkerung eine Frage des Überlebens. Im Distrikt Legambo hilft die Mekane Yesus Kirche Bauernfamilien, ihre Lebensgrundlagen zu wahren. Endeshaw Kassa, Programmkoordinator der Mekane Yesus Kirche, Partnerorganisation von Brot für die Welt, berichtet:

  • addLuzernenpflanzen als Helfer im Klimawandel

    Die Bewohner von Chulke haben vor einem Jahr begonnen, Terrassen und Steinwälle anzulegen, damit die Fläche nicht weiter degradiert. Dahinter wurde Erde angehäuft und mit Setzlingen des Luzernenbaums bepflanzt. Die Baumart speichert nicht nur Stickstoff und versorgt den Boden mit Nährstoffen. Ihre Blätter liefern ebenso wie das neu angepflanzte Fistuka-Gras zudem wertvolles Viehfutter. Die dahinter gezogenen Gräben fangen bei Regen das Wasser auf, so dass es langsam ins Erdreich sickern kann. Zudem haben sich alle im Dorf verpflichtet, keine Tiere mehr in der Rehabilitationszone weiden zu lassen.
    Vertreter des Landwirtschaftsministeriums haben sich die Schutzzonen angesehen, um davon zu lernen.

  • addEnergiewirtschaft

    Eine der wichtigsten Errungenschaften ist die Verbreitung energiesparender Öfen. Je zehn Frauen lernen in Workshops, die Öfen aus Lehm, Stroh und Sand herzustellen, und geben ihr Wissen anschließend an den Rest der Gruppe weiter. So wird die Gesundheit geschont. Die Öfen brauchen auch nur knapp die Hälfte an Holz oder Kuhfladen zum Befeuern. Für Lampen wird statt Kerosin nun Solarenergie verwendet

 

Endeshaw Kassa, Mekane Yesus Kirche Foto: Christof Krackhardt/Brot für die Welt

 

"Unser partizipativer Ansatz hat den Menschen Mut gegeben. Sie setzen nun alles daran, sich an die veränderten Klimabedingungen anzupassen." Endeshaw Kassa, Mekane Yesus Kirche

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